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Uganda Erfahrungen – Unsere Highlights & Reisetipps

Unser Trip nach Uganda war bereits unser zweiter Trip nach Afrika und sollte nicht der letzte bleiben. Ähnlich wie bei den Trips in die USA haben wir uns einfach in diesen faszinierenden Kontinent verliebt. Folgend präsentieren wir sieben Eindrücke unserer interessantesten Erfahrungen, Erlebnisse und Besonderheiten während unseres Roadtrips durch Uganda. Vielleicht inspiriert dich die eine oder andere Geschichte zu einer Reise nach Uganda. Hier findest du einige Tipps um Uganda als Selbstfahrer zu erkunden und passende Hotels entlang der Route, sowie einen fertigen Routenvorschlag gibt es in Uganda Reisevorbereitung.

Löwensichtung im Murchison Falls NP

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art war die Begegnung mit einem männlichen Löwen im Murchison Falls National Park. An unserem zweiten Safari Tag im Murchinson Falls National Park, nachdem wir bereits am Tag davor viele der typischen weitverbreiteteren Tiere gesehen haben, sehnten wir sehr danach auch eine der Großkatzen so richtig gut zu Gesicht bekommen. Sämtliche unsere bisherigen Sichtungen waren auf große Distanz und hinter viel Gras. So hielten wir intensiv Ausschau, jedoch wie das Schicksal es wollte, war dies von geringem Erfolg gekrönt. Aber auch kein großes Wunder, ist es doch ein bisschen wie eine Nadel im Heuhaufen zu suchen. Doch plötzlich kam uns ein Safarifahrzeug in Windeseile entgegen – da wussten wir instinktiv, die haben ein Ziel vor Augen, die haben etwas gefunkt bekommen. So entschieden wir spontan auch umzudrehen und dem Auto zu folgen, was sich als goldrichtig herausstellen sollte.

Kaum 5 min später begegnete uns ein Auto mit einem UWA-Ranger (Uganda Wildlife Authority), stoppte und berichtete uns voller Stolz und Freude, dort vorne ist ein Löwe ‚a little bit of the road, just follow our tracks‘. Dies haben wir doch glatt als Erlaubnis zum Offroadfahren gesehen, normalerweise ist Offroad fahren verboten und wird mit ca. EUR 150,00 bestraft. Und kurze Zeit später fanden wir ihn tatsächlich in voller Pracht nur wenige Meter vor uns im Gras unter einem Strauch liegen. Einen männlichen Löwen – mit Mähne. Wow – das war schon unglaublich beeindruckend. Er lag tatsächlich direkt neben dem Auto. Nach einem ausführlichen Fotoshooting entdeckten wir ein paar dutzend Meter entfernt weitere Tiere durch die Steppe wandern – nach Check mit dem Fernglas konnten wir sie als weitere Löwen identifizieren, die mitten durch eine Herde Kobs ins Dickicht marschierte. Das war ein sehr faszinierendes Erlebnis. Die Kobs haben die Löwen zwar gesehen, doch aus irgendeinem Grund mitbekommen, dass diese keine Gefahr für sie darstellen. Vermutlich weil die Löwen angesichts der Hitze mitten am Tag bereits vom Gehen sehr stark geschnauft haben. Für einen Angriff wären sie bei den Temperaturen glaube ich gar nicht in der Lage gewesen.

Nach diesem Spektakel verschwanden all die Safari Autos und wir drehten nochmal eine Runde zum vorherigen Löwen, welcher noch immer unter dem Busch lag. So konnten wir ihn nochmals ausgiebig und in aller Ruhe fotografieren. Nachdem er auch das Weite suchte fuhren wir glücklich und zufrieden zum Parkausgang und beendeten damit unsere Safari-Experience in Uganda mit einem entspannten Relaxing in der Lodge – bei fast 40 Grad im Schatten (wohlgemerkt dies schon außerhalb vom Auto) war das auch bitter nötig.

Gorilla Trekking in Uganda – Erfahrungen

Das Gorilla Trekking war der eigentliche Grund, warum wir unbedingt nach Uganda reisen wollten. Die Berggorillas stehen auf der IUCN Liste der gefährdeten Spezies und leben nur noch in den Regenwäldern von Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. In Uganda kann man im Bwindi NP oder im Mgahinga NP die Gorillas besuchen. Bei unserem Aufenthalt haben wir uns für den Bwindi Nationalpark und konkret für die Rushaga Region entschieden, die im Süden des Bwindi liegt.

Der Tag des Gorialla Trekkings startet mit dem Gorilla-Briefing bei der Rangerstation, dabei gings erst mal an die Zuordnung zu den einzelnen Gorillagruppen. In Rushaga gibt es 5 besuchbare (an den Menschen gewöhnte) Gorillagruppen, wir wurden der Gruppe Kahungye zugewiesen. Mit so einer Info kann man mal nicht viel anfangen, auf Nachfrage gabs aber die Antwort, dass das die größte Gruppe mit 18 Gorillas ist, davon 3 Silberrücken und es gibt auch Gorilla-Babys. Klingt ja vielversprechend, also waren wir mal sehr zufrieden.

Um die lokalen Leute zu unterstützen ist es sinnvoll einen Porter zu mieten, dieser trägt einem den Rucksack oder sonstige Dinge, ist zwar nicht unbedingt erforderlich wenn man halbwegs fit ist, aber sinnvoll, da es den Menschen vor Ort zugute kommt. Und dann ging es endlich los – stetig bergauf. Im Briefing erfuhren wir, dass Tracker um 6:30 zum zuletzt getrackten Punkt der Gorillagruppe des Vortags aufbrechen und versuchen, diese erneut zu finden und die Position per Funk mitteilen. Die Entfernung sollte dann kurz nach dem Start der Wanderung feststehen. Und dann gingen wir schon über eine halbe Stunde und die Tracker haben die Gorillas noch nicht gefunden. Oh boy. Der Ranger meinte, das ist ungewöhnlich, aber man braucht sich (noch) nicht zu sorgen.

Nach einer guten Stunde kam endlich der Funkspruch, die Gorillas sind gefunden, ca. 1h noch zu gehen. Und pünktlich auf die Minute waren wir wirklich dort. Wir sollten einen letzten Schluck Wasser nehmen, die Kameras auspacken und den Rucksack zurücklassen und ab ging es in den Busch, wo der Ranger erst einen ‚Weg‘ für uns ausgeschlagen hat. Und dann saß auch schon der erste Silberrücken direkt vor uns. Daneben ein Baby, im Baum darüber ein mittelgroßer. Die Gorillas haben ihre Blätter ruhig dahingemampft und zeigten sich mal nicht sonderlich beeindruckt, dass sie im Rampenlicht standen.

Dies ging gut, bis der Gorilla vom Baum runter wollte und wir aber darunterstanden. Der Silberrücken sprang auf, brüllte herum und wollte den Gorilla vom Baum beschützen und keine Ahnung was genau passiert ist, aber die Ranger hatten die Situation komplett unter Kontrolle und wir machten uns auf zum nächsten Gorilla. Die Zeit verging wie im Fluge und plötzlich hieß es ‘one last picture’ und wir mussten die Familie wieder verlassen. Es war jedoch einzigartig und ein Erlebnis, dass ich nicht so schnell vergessen werde.

Rain in Murchison Falls

Aufgrund unserer Routenwahl kamen wir gegen Ende der Reise zum Murchison Falls NP und somit in die niedrigste und wärmste Gegend – da es auch noch Ende der Trockenzeit war, war es wirklich sehr heiss – so gegen 40 °C. Darum waren wir grundsätzlich mal froh als es an unserem ersten Game Drive Tag doch leicht bewölkt war.

Doch es wurde stetig wärmer und unerträglicher und wir dachten bereits daran abzubrechn, doch dann wurde es spannend. Zuerst wurde der Himmel dunkler und es sah tatsächlich so aus als könnte es wirklich regnen, was eine sehr willkommene Abwechslung gewesen wäre. Zunächst wurde es wieder ein heller und ein Sandsturm sorgte für eine besondere Stimmung. Das Licht war außergewöhnlich und der Himmel hatte Gelb- und Orangetöne – so etwas hatten wir vorher noch nicht gesehen.

Und dann passierte tatsächlich noch etwas, von dem wir nicht gedacht hatten, dass es uns bei dieser Reise noch passiert – es begann tatsächlich zu Regnen. Und es kühlte ein wenig ab – der Regen war zwar bald wieder vorbei, aber wir waren dankbar, auch das erlebt zu haben. Und nicht nur wir, auch die Tiere haben ausgelassen miteinander gespielt und herumgetollt und die Abkühlung genossen.

On The Road Erfahrungen in Uganda

Die meisten Fahrten in Uganda sind ein Erlebnis. Wenn man die staubige rote Straße entlang fährt und dauernd Leute zu Fuss trifft, die kilometerlang mehrere Kilogramm schwere Körbe auf dem Kopf balancieren oder zur Schule gehen, zum Wasser holen gehen oder einfach sitzen und warten. Oder man sich denkt, das ist doch keine Straße, die können wir nicht fahren und der RAV dann aber problemlos den Berg rauf oder runter fährt. Oder einem auf einer Straße, die eigentlich nicht für Gegenverkehr gemacht ist, ein LKW entgegenkommt, welcher weder gedenkt die Geschwindigkeit zu reduzieren noch etwas auszuweichen. und man selbst nur mit einem Ausweichmanöver und mehr oder weniger einem kompletten Stopp den Zusammenstoß verhindern kann und danach in einer riesigen Staubwolke hinterlassen wird und im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr die Hand vor den Augen sieht.

Es war jedenfalls ein interessantes Erlebnis – mehr ein Abenteuer. Der Staub war vor allem im Auto überall – auch der Gurt war so von rotem Staub eingedeckt, dass sämtliche Kleidung einen roten Streifen dort wo der Gurt aufliegt abbekam. Keine Chance dem Staub zu entkommen, dieser war einfach überall. Und wenn man sieht, welche Staubmengen bei einem vorbeifahrenden Fahrzeug aufgewirbelt werden, ist dies auch nicht verwunderlich. Von Bananenstauden entlang der Straße ist oft nicht mehr so viel grün zu erkennen, da diese eher in sattem Rot erstrahlen.

Später erlebten wir jedoch noch zweimal auf dem Weg nach Jinja bzw. in Jinja ein richtiges Tropengewitter und waren heilfroh, dass unser RAV4 Allrad hatte. Die Straße verwandeltet sich innerhalb von Minuten in einen reissenden Bach und nachdem der Regen aufgehört hatte, war gleiche die Straße, die wir nur eine Stunde zuvor noch problemlos gefahren sind, einer lehmigen Rutschpiste und war beinahe unfahrbar. In Jinja geht es ein Stück bergauf – daran sind einige kleinere Fahrzeuge nach dem Regen klaglos gescheitert. Die Reifen drehen sich durch und graben das Auto immer tiefer in den Schlamm.

Wir möchten uns nicht wirklich vorstellen wie die Straßenverhältnisse in der Regenzeit aussehen, wo Zustände wie diese an der Tagesordnung stehen, haben nun aber ansatzweise eine Idee, wie das aussehen könnte. Die Straßen waren auch teilweise mit sehr tiefen Rillen manchmal sogar Gräben versehen. Nachdem wir gesehen haben wie schnell ein Regen die Straßenverhältnisse extrem verändern kann, war auch klar wie diese entstanden sind. Tipps um Uganda als Selbstfahrer zu erkunden haben wir hier zusammengestellt: Uganda als Selbstfahrer zu erkunden

Game Drive Lake Mburo

Der Lake Mburo National Park ist der jüngste in der Geschichte Ugandas. Er liegt günstig für einen Zwischenstopp zwischen der Hauptstadt bzw. dem Flughafen und den südlichen Berg-Regenwäldern, in denen die Berggorillas heimisch sind. Jedoch hat dieser Park einiges zu bieten und ist deutlich mehr Wert als nur einen Zwischenstopp.

Die Landschaft ist vorallem im Vergleich zu den großen Parks wie Murchison oder Queen Elisabeth auch in der Trockenzeit grün. Im Mittelpunkt des Parks liegt der namensgebene See und als Selbstfahrer kann man den Park so richtig auskosten. Es gibt nicht zu viele Routen durch den Park, so kann man sich gut orientieren und den Park sehr gut auf eigene Faust erkunden. Er bietet eine intakte Tierwelt, abgesehen von Nashörnern, welche in Uganda nicht mehr in freier Wildbahn zu beobachten sind, und den Raubkatzen. Ansonsten können alle in Uganda heimischen Tiere angetroffen werden. Wegen dem Fehlen der Raubtiere werden auch Walking Safaris angeboten, bei denen man viel Information über die verschiedenen Tiere aus nächster Nähe bekommt.

Murchison Falls

Den Murchisons Falls NP haben wir vorallem wegen der üppigen Tierwelt besucht. Er teilt sich in einen Nordteil und einen Südteil, welcher durch den Victoria Nil getrennt wird. Im Südteil gibt es so gut wie keine Tiere, man kann dort jedoch sehr nahe an die Murchison Falls selbst herankommen. Die Unterkünfte im Park organsieren Trips dorthin oder noch einfacher als Selbstfahrer kann man direkt zum Aussichtspunkt fahren und dann auch ein Stückchen entlang der Fälle bzw. des Nils wandern.

Was uns dort aber an Hitze und vorallem Schwüle erwartete war sagenhaft und wurde für uns persönlich auch nur mehr von einem Abendspaziergang in Kuala Lumpur getoppt, wo wir vor ein paar Jahren mal waren. Abgesehen davon haben uns die Wasserfälle aber sehr beeindruckt – davor dachten wir Wasserfälle haben wir bereits genug gesehen. Diese jedoch haben unsere Lust auf Wasserfälle wieder geweckt. Die Kraft des Wassers zu beobachten ist einfach beeindruckend. Es gibt eine Aussichtsplattform direkt oberhalb der Fälle und man kann auch sehr nahe an die Abbruchkante rangehen, sollte dies jedoch nicht übertreiben, da es dort keinerlei Sicherung gibt.

The Sound of the Nature

Mit Ausnahme der beiden Nächte in Jinja und Entebbe haben wir immer mitten in der Natur, in Zelten oder kleinen Bungalows geschlafen. (Die Liste der allesamt empfehlenswerten Hotels haben wir in Uganda Routenvorschlag, Nationalparks & Hoteltipps zusammengefasst.) Dabei gehörten die Ausblicke und vorallem die Geräusche der Natur, die wir vom jeweiligen Balkon genießen konnten, schon zu den Highlights schlechthin.

Ein Beispiel ist die Übernachtung direkt am Rande des Bwindi NP, wo wir den diversen Tierstimmen lauschen konnten und man förmlich schon Gorillas erahnen konnte. Man hat die Tiere selbst zwar meistens nicht gesehen, fühlte sich aber an wie mittendrinn statt nur dabei. Oder unser fixes Zelt auf einem Hügel über dem Lake Mburo NP von wo aus man die ganze Ebene rund um den See überblicken konnten, Herden von Zebras im Gänsemarsch spazieren sah und in der Nacht einen fantastischen Sternenhimmel genießen konnte.

Auch die Mahlzeiten fanden fast ausschließlich draußen statt, sei es in einer in alle Richtung offenen auf Stelzen gebauten Hütte oder direkt unter dem Sternenhimmel rund um ein Lagerfeuer. Das jeweils servierte war zwar meist einfach, aber immer sehr schmackhafte drei bis vier gängige Menüs und hat uns einfach immer beeindruckt. Details zu Preisen, Angebot und Buchungsmöglichkeiten haben wir in Hoteltipps und Routenvorschlag für Uganda zusammengefasst.

Wir sagen Danke!

Das waren die Highlights und Erfahrungsberichte unserer Reise nach Uganda. Was waren eure schönsten Erfahrungen? Erzählt uns in den Kommentaren von eurem absoluten Highlight eurer Uganda oder Afrika Reise!

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Wir sind - von links nach rechts - Carina und Daniel. Das Reisen und das Fotografieren zählen zu unseren großen Leidenschaften.
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