Indien Reise - 12 Sehenswürdigkeiten im Goldenen Dreieck 1
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Indien Reise – 12 Sehenswürdigkeiten im Goldenen Dreieck

Aufgrund eines erfreulichen Ereignisses (traditionelle indische Hochzeit) hat es uns im Jänner 2019 nach Indien verschlagen – genauer gesagt nach New Delhi. Dabei konnten wir es uns nicht nehmen lassen auch die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung etwas zu erkunden. Somit haben wir bei unserer Indien Reise etwas über eine Woche im sogenannten ‘Golden Triangle‘ (Goldenes Dreick) zwischen Delhi, Jaipur und Agra verbracht. Uns bzw. mir hat es trotz ursprünglicher Abneigung unerwartet gut gefallen und mit dem Taj Mahal hatten wir auch eine wahrhaftig einzigartige Location dabei. Natürlich ist es sehr touristisch, aber zu unserer Reisezeit waren mit Ausnahme von einigen wenigen internationalen Touristen ausschließlich Inder unterwegs – und deren Verhalten ist grundverschieden. Abgesehen davon, dass diese immer in Gruppen auftreten stellte sich heraus, dass diese nicht so gern früh aufstehen. So hat man die Möglichkeit in der Früh noch etwas Ruhe zu genießen, was sich speziell auch beim Taj Mahal als sehr positiv erwiesen hat. Aber man darf nicht glauben, dass man alleine dort ist. 😉 Ca. eine Stunde vor dem offiziellem Einlass waren wir nicht die ersten, die sich angestellt haben. Jedoch waren wir dann zumindest unter den ersten, die das Taj Mahal Gelände betreten durften und konnten somit aufgrund unseres genauen Plans und der Vorbereitung ein paar Bilder ohne anderen Personen erhaschen.

Diese Tipps möchte ich sehr gerne teilen, da für mich besonders der Sonnenaufgang am Taj Mahal ein sehr mystisches beeindruckendes Ereignis war. Um noch mehr Eindrücke aus dem goldenen Dreieck einzufangen kann ich unser Video ‘Magical India – A journey through the golden triangle‘ empfehlen.

Ein wichtiger Punkt noch vorweg. Man bezahlt an fast allen Sehenswürdigkeiten Eintritt, dieser befindet sich aber für Europäer oder Amerikaner in einem akzeptablem Rahmen. Nur sollte man wissen, dass indische Staatsbürger bzw. deren Nachbarländer nur einen Bruchteil davon bezahlen, meistens ca. ein Zehntel bis ein Zwanzigstel davon. Grundsätzlich gibt es auch noch zu sagen, dass die auf den verlinkten Seiten angegebenen Preise bei den meisten Attraktionen im Jänner 2019 bereits höher waren – wir haben im Artikel jeweils die aktuellen Preise angegeben, jedoch schätzen wir, dass hier weitere Preiserhöhungen stattfinden.

Orte und Attraktionen im Golden Dreieck in Indien

Jaipur

Jaipur ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan und hat etwas über 3 Millionen Einwohner. Von Dehli ist Jaipur in ca. 4-5 Stunden per Taxi zu erreichen. Jaipur war unsere erste Station auf diesem Trip durch Indien. Dies war im Nachhinein die richtige Entscheidung, da es nicht so chaotisch wie Dehli ist, mehr Attraktionen als Agra bietet und die Luftqualität auch noch ok war. In und um Jaipur gibt es jede Menge zu sehen – da wir zeitlich begrenzt waren, haben wir uns jedoch auf die vermeintlichen Highlights in und um die Pink City konzentriert – einen guten Überblick, was es abseites der hier vorgestellten Attraktionen noch zu erkunden gibt, kann man auf der Tourismusseite von Jaipur erkunden. Sollten wir nochmal nach Jaipur kommen werden wir jedenfalls den Akshardham Temple (auch wenn dieser die etwas kleinere Ausgabe jenes in Dehli ist) und das Albert Hall Museum besuchen.

Nahargarh Fort

Das Nahargarh Fort in Jaipur trohnt nördlich über der Stadt. Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut und diente neben dem Amber Fort und dem Jaigharh Fort als Verteidigung der Stadt. Man kann entweder zu Fuss von der Stadt über einen Serpetinenweg (der aber auch von Mopeds befahren wird) aufsteigen und hat dabei bereits einen schönen Überblick über Jaipur oder über eine Straße von der Rückseite zwischen Jaipur und Amber mit dem Taxi oder Tuk Tuk das Fort erreichen.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Nahargarh Fort auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: jeden Tag von 10:00 bis 17:30
  • Eintrittspreise: INR 200 (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Die Öffnungszeiten des Forts selbst sind zwar begrenzt, jedoch kann man sich im Gelände auch nach den offiziellen Öffnungszeiten aufhalten und dadurch den sensationellen Sonnenuntergang genießen. Besonders dafür bietet sich die westliche Ecke unterhalb des Padao Restaurants an.

Amber Fort und Amber

Das Amber Fort in Amber ca. 11 Kilometer nördlich von Jaipur ist die Hauptattraktion in der Region Jaipur und seit 2013 ebenfalls ein UNESCO Weltkulturerbe. Täglich besuchen rund 5000 Personen das Fort, was im Jahr ca. 1,4 Millionen Besucher entspricht. Dies haben wir auch gemerkt, war es neben dem Taj Mahal das Monument, wo mit Abstand am meisten los war. Die Anlage ist jedoch sehr weitläufig, so dass auch diese Massen nicht zu extrem ins Gewicht fallen. Wer nicht zu Fuss die zahlreichen Stufen zum Fort aufsteigen möchte oder einmal auf einem Elephanten reiten möchte, dem bietet sich hier die Gelegenheit.

Leider haben wir es verpasst den Step Well zu besuchen was wir aber ebenfalls empfehlen würden da sich dieser gleich in der Nähe vom Fort befindet. Am Weg von Amber nach Jaipur bzw. umgekehrt kann man auch einen Stopp am Jal Mahal einlegen. Dieses Monument liegt innerhalb des Man Sagar Sees und ist nicht öffentlich zugänglich. Vom Westufer hat man jedoch einen guten Blick.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Amer Fort auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: jeden Tag von 10:00 bis 17:00
  • Eintrittspreise: INR 550 (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Es gibt ein Kombiticket namens 'All Monuments/Composite Ticket' welches INR 1000 pro Person kostet (per Jänner 2019) und neben dem Amber Fort auch Eintritt in die folgenden Monumente ermöglicht: Nahargarh Fort, Hawal Jamal, Jantar Mantar und Isarlat Sargosooli bzw. ein paar kleinere Monumente, die wir nicht besucht haben. Jedenfalls ist wichtig zu wissen, dass zB der City Palace oder auch das Jaigarh Fort oberhalb des Amber Fort nicht inkludiert sind. Für uns hat sich das Ticket aber jedenfalls gelohnt - man erspart sich neben ein paar Euro auch das jeweilige Anstellen zum Ticketkauf.

Hawa Mahal

Das Hawa Mahal befindet sich in der Pink City von Jaipur und beeindruckt vor allem mit seiner Fassade. Wie die meisten Gebäude ist diese jedoch auch nicht mehr pink sondern in einem orangen Farbton gehalten. Von den gegenüberliegenden Cafes (Wind View Cafe oder Tatoo Cafe) und deren Terrassen hat man einen schönen Blick auf das Hawa Jamal und kann ganz gemütlich Abendessen oder sich einen Drink gönnen. Empfehlen können wir das Tatoo Cafe. Aber auch im Inneren des Hawa Mahal befinden sich einige Schätze und man kann sowohl den nördlichen Turm als auch die Hauptterrasse mit tollen Blicken auf die umgebenden Monumenten erklimmen.

Neben dem Hawa Jamal befinden sich auch das Jantar Mantar und das Isaralat Sargosooli in ummittelbarer Gehdistanz, welche beide im genannten ‘All Monuments’ Ticket inkludiert sind. Vom Turm des Sargosooli hat man einen wunderbaren Blick über Jaipur, das Jantar Mantar kann man sich unserer Einschätzung nach jedoch sparen, wir haben es eigentlich nur aufgrund des vorhanden Tickets besucht.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Hawa Mahal auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: jeden Tag von 09:00 bis 16:30
  • Eintrittspreise: INR 200 (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Wie bei den meisten Attraktionen gilt auch hier je früher man kommt, desto gemütlicher ist es und die Massen halten sich noch in Grenzen. Bei begrenzter Zeit in Jaipur würden wir jedoch empfehlen dem Amber Fort den Vorzug zu geben.

City Palace

Das City Palace befindet sich ebenfalls in der Pink City von Jaipur. Es wurde zur gleichen Zeit gebaut als die Stadt Jaipur gegründet wurde. Bis zum Jahr 1949 diente das Anwesen dem Maharadscha von Jaipur als Zeremonial- und Verwaltungssitz. Jetzt beherbergt es ein Museum und ist nach wie vor das Zuhause der königlichen Familie von Jaipur.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: City Palace auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: jeden Tag von 9:30 bis 17:30
  • Eintrittspreise: INR 700 (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Uns persönlich hat der City Palace etwas enttäuscht, da es für den relativ hohen Eintrittspreis unserer Meinung nach zu wenig zu sehen gibt bzw. viele Bereiche der weitläufigen Anlage für den Besucher gesperrt oder nur mit einer VIP-Tour inkludiert sein. Zu den beim Ticketkauf angepriesenen wunderschönen Räumen kommt man mit dem normalen Ticket größtenteils nicht, was wir aber leider erst zu spät herausgefunden haben.

Delhi

Delhi ist ein Konglomerat aus mehreren Städte und hat ca. doppelt so viele Einwohner wie Österreich auf ca. einem 50igstel der Fläche und einer der bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt. Dementsprechend ist der Verkehr massiv und die daraus resultierende Umweltverschmutzung sehr groß – im internationalen Vergleich hat Delhi mitunter die schlechteste Luftqualität weltweit und wird regelmäßig nur von Mumbai übertroffen. In den 4 Tagen, die wir vor Ort waren, hat man das schon stark gemerkt, dass das Atmen sehr schwer fällt und der Hals durchwegs schmerzt. Dort zu leben ist eine zusätzliche Herausforderung für den Körper. Aber abgesehen davon ist es eine sehr interessante Stadt und bietet neben dem chaotischen Charme auch einige sehenswerte Bauwerke.

Qutub Minar

Das Qutub Minar war ein weiteres der Highlights für uns, bietet es doch zahlreiche Fotolocations und die Zeit vergeht wie im Fluge. Es ist eines der ersten Bauwerke des muslimischen Indiens und wurde im 8. Jahrhundert erbaut. Das Minaret hat eine Höhe von 72,5 Meter und der gesamte Komplex ist eine UNESCO World Heritage Site.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Qutub Minar auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: jeden Tag 7:00-17:00
  • Eintrittspreise: INR 550 (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Für Flugzeugspotter ist es auch eine perfekte Location, da die Landebahn des internationalen Flughafen sehr nahe ist und die Hauptroute über das Monument führt. Mit etwas Glück oder Planung kann man zB eine 747er direkt über das Minarett fliegen sehen. Einen Videobeweis dafür gibt es in unserem Video. 🙂 (Link siehe oben)

Jama Masjid

Die Jama Masjid ist die größte Moschee in Delhi und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Old Delhi. Man kann den Besuch sehr gut mit Old-Delhi verbinden, wenn man ins echte Indien abtauchen möchte. Das ist eine komplett andere Welt und wir staunten nicht schlecht, als wir die engen Straßen durchforsteten. Zufällig besuchten wir die Moschee während des Freitagsgebets. Alleine die Gedanken an das bunte Treiben vor und nach dem Freitagsgebet am Vorplatz, sowie der muslimische Gesang und Gebete lässt Gänsehaut aufkommen. Auch hierzu ist im Video eine – so denken wir – recht tolle Zusammenfassung zu finden. 🙂

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Jama Masjid auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: für Nicht-Moslems 7:00-12:00 und 13:30 bis 18:30
  • Eintrittspreise: Eigentlich kostenlos, jedoch für Kameras INR 300 und 100 extra für das Minarett mit Stand Jänner 2019

Tipp

Man sollte sich jedenfalls nicht entgehen lassen das Minarett zu besteigen. Das Stiegenhaus im Turm ist zwar sehr eng, aber der Blick von oben entschädigt für die Mühe. Das Minarett schließt bereits eine Stunde vor den offiziellen Öffnungszeiten um 17:30. Tickets für das Minarett bekommt man nahe des Minarett selbst und der Aufgang befindet sich am südlichen Eingang.

Red Fort

Das Rote Fort befindet sich in New Delhi in unmittelbarer Nähe zu Old Delhi. Forts gibt es im goldenen Dreieck in jeder größeren Stadt. Das Fort wurde zwischen 1639 und 1648 erbaut und gehört seit 2007 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es hat eine Nord-Süd Ausdehnung von fast einem Kilometer und in der West-Ost Ausdehnung ca. 500 Meter. Das Fort wird von einer massiven Mauer umschlossen und ist durch den Haupteingang auf der Westseite zugänglich. Im Fort findet man mehrere kleine oder größere Gebäude mit wunderschönen Säulen. Teils kann man diese betreten, teils sind diese für Besucher nicht zugänglich und eigenen sich dadurch optimal zum Fotografieren. Durch die Größe sind die Distanzen zwischen den Attraktionen manchmal etwas weiter und es kann schon mal vorkommen, dass man ein Stückchen läuft um dann festzustellen, das hätte man sich sparen können. Aber die beeindruckendsten Sights befinden sich eher zentral und sind auf der Hauptroute kaum zu verpassen.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Red Fort auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag  9:30-16:30
  • Eintrittspreise: INR 550 (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Durch die zentrale Lage und gute Kombinierbarkeit mit Old Delhi und Jama Masjid bietet sich ein Besuch natürlich an. Sollte die Zeit in Delhi begrenzt sein, kann man das Rote Fort unserer Ansicht nach auch auslassen, speziell wenn man das Agra Fort bereits besucht hat, da es schon gewisse Ähnlichkeiten gibt und uns das Leben in Old Delhi und die Jama Masjid mehr fasziniert haben. Aber man kann man es gut nutzen, um sich von der Hektik der Märkte in Old Delhi zu erholen. 😉 Im Inneren des Forts waren im Jänner 2019 jedoch sehr viele kleine Baustellen, weshalb unser Gesamteindruck eventuell auch etwas getrübt war.

Humayun’s Tomb

Das Humayun Mausoleum ist ein Grabbau in New Delhi und seit 1993 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Die Anlage ist großzügig angelegt und von einem großen Garten umschlossen. Am weitläufigen Gelände findet man auch bei hohem Besucherandrang genug Raum und kann hier auch sehr gut eine Pause vom hektischen und lauten Dehli einlegen und richtig durchatmen.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Humayun’s Tomb auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag  6:00-18:00
  • Eintrittspreise: INR 550 (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Durch die vergleichsweise sehr langen Öffnungszeiten bietet es sich an je nach Jahreszeit einen Sonnenauf- oder untergang zu genießen.

Lotus Tempel

Den Lotus Tempel in New Dehli wollten wir unbedingt besuchen, erinnert er doch an die Architektur der Oper in Sydney. Wir waren kurz nach 9 Uhr vor Ort  – es war schon einiges los, aber in den darauffolgenden Minuten wurde der Tempel überschwemmt von Schulklassen. Wir konnten jedoch auch an der Rückseite des Tempels ein Plätzchen für uns alleine finden. Nach einer kurzen Einweisung ist es auch möglichen den Tempel selbst im Inneren zu besuchen – wie bei allen Tempeln müssen die Schuhe ausgezogen werden – vor Ort gibt es jedoch kostenlos Taschen zum Transport der Schuhe.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Lotus Tempel auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: täglich je nach Jahreszeit 9 bis 17 oder 18 Uhr
  • Eintrittspreise: Kostenlos

Tipp

Ein Besuch ist jedenfalls empfehlenswert. Man sollte versuchen so früh oder spät wie möglich zu kommen um den Massen zu entgehen. Viel mehr außer diesem Gebäude gibt es dort allerdings nicht zu sehen, dh. bei Zeitmangel ist abzuwägen, ob sich die doch relativ lange Anfahrt lohnt.

Akshardham Tempel

Der Akshardham Tempel in New Dehli ist ein hinduistischer Tempelkomplex, der erst im Jahr 2005 eröffnet wurde. Er hält den Rekord für den flächenmäßig größten Hindu Tempel der Welt und ist sehr pompös gestaltet. Insgesamt wurde 5 Jahr daran gebaut. Der Zugang ist jedoch eingeschränkt und nur über eine strenge Sicherheitskontrolle erlaubt. Mit wenigen Ausnahmen dürfen fast keine Gegenstände mit in die Anlage genommen werden, darunter zählen auch Kameras, Handy und Smartphones – eine genau Aufstellung der erlaubten Gegenstände befindet sich auf der Webseite des Tempels – siehe Link unten.

Wir haben den Besuch jedenfalls nicht bereut und obwohl wir schon einige Tempel in Indonesien, Thailand und Vietnam besucht haben, waren wir sehr beeindruckt und hatten einen Tempel in diesem Ausmaß und Schönheit davor noch nicht gesehen.

  • Webseite: Infos zu Öffnungszeiten und Sonstigem
  • Lage: Akshardham Tempel auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 09:30 bis 18:30
  • Eintrittspreise: Kostenlos

Tipp

Ein Besuch ist jedenfalls empfehlenswert. Man sollte versuchen so wenig wie möglich mitzunehmen. Es gibt zwar eine Garderobe, jedoch kann das Abgeben/Abholen bei entsprechendem Andrang sehr lange dauern, da jeder Gegenstand von einer Person in Gewahrsam genommen und verstaut wird. Also besser die Kamera gleich im Hotel lassen, auch wenn das Fotografenherz blutet. Man sollte jedenfalls gleich die Garderoben ansteuern, welche sich nicht direkt beim Eingang befinden, da man sonst spätestens von der Security beim Eingang bzw. Security Check zurückgeschickt wird.

Agra

Agra ist die kleinere der drei Städte. Oft wird sie auch als schmutziger und uninteressanter beschrieben – bzw. hätte sie nicht das Taj Mahal würden sie vermutlich viele links liegen lassen. Unserer Meinung nach jedoch zu unrecht, da das indische Leben dort unserer Erfahrung nach noch authentischer ist. Wir sind zwar generell eher geneigt die weniger bekannten Orte zu entdecken, aber genauso wie eine Reise nach Peru ohne Machu Picchu zu besuchen für uns undenkbar wäre, so ist auch eine Reise nach Indien ohne Taj Mahal nicht vollständig – zumindest wenn man in der Gegend ist und es die erste Reise nach Indien ist. Wenn die Zeit knapp ist, reicht eine Nacht in Agra, jedoch würden wir empfehlen eine zweite Nacht anzuhängen, so kann man es gemütlicher angehen und auch etwas entspannen bzw. etwas ins Leben in Agra eintauchen.

Taj Mahal

Das Taj Mahal ist nicht umsonst eines der neuen sieben Weltwunder. Uns hat es jedenfalls sehr beeindruckt. Auf alle Fälle würden wir empfehlen einen Sonnenaufgang zu erleben – es ist wirklich magisch und die einzige Zeit zu der es noch etwas ruhiger rund um die Anlage ist. Uns hat dieser und vor allem die Stimmung dabei dazu bewegt das Taj sogar ein zweites Mal zu besuchen und aufgrund der unterschiedlichen Lichtverhältnissen war es eine gänzlich andere aber ebenso wunderbare Erfahrung. Wichtig und zu beachten gilt, dass es strenge Sicherheitsvorschriften gibt und genau geregelt ist, welche Gegenstände man mit ins Gelände nehmen darf. Diesbezüglich wurden wir bereits in der Unterkunft ausführlich informiert. Um es hier kurz zu machen: Es sind nur kleine Taschen, eine kleine Flasche Wasser (erhält man kostenlos mit dem Eintrittsticket), Kamera und Smartphone erlaubt. Weitere Lebensmittel sind nicht erlaubt, genauso wie Stative. Aktuell sind auch noch Selfie-Sticks erlaubt – aufgrund der Rücksichtslosigkeit mancher Zeitgenossen ev. jedoch nicht mehr zu lange.

Grundsätzlich gibt es drei Ein- bzw. Ausgänge, wobei nur beim West- und Ost-Eingang auch tatsächlich Einlass gewährt wird bzw. sich ein Ticketschalter befindet. Der Südeingang dient nur als Ausgang.

Es gibt auch die Möglichkeit nördlich des Taj Mahal vom Park Mehtab Bagh einen guten Blick auf das Taj Mahal zu erhaschen. Wir selbst waren nicht dort, haben aber gelesen bzw. gehört dass der Zugang eingeschränkt wurde und man nicht mehr ans Ufer des Flusses gehen kann. Jedenfalls empfehlen können wir einen Besuch einer der zahlreichen Dachterrassen mit Blick auf das Taj Mahal. Dort kann man wunderbar den Sonnenuntergang und/oder sein Abendmahl genießen. Wir hatten die Dachterasse des Hotel Saniya Palace besucht – der Ausblick dort war hervorragend – jedoch zum Abendessen haben wir uns für ein anderes Lokal entschieden, welches wir definitiv empfehlen können und zwar das Good Vibes Cafe. Was definitv eines der vielen Highlights unserer Reise war neben dem Sonnenuntergang und der Himmelsfärbung auf der Dachterrasse das muslimische Abendgebet, das zeitgleich aus mind. 3 in der Nähe befindlichen Moscheen gefühlt aus allen Richtungen erklingt. Ich sag nur, Gänsehautfeeling pur. In unseren Instagram-Highlights gibt es dazu zwei Videos (bzw. auch im YouTube-Video einen kurzen Ausschnitt), wobei diese die magische Stimmung vor Ort aber nicht annähernd wiedergeben können.

  • Webseite: Infos zu aktuellen Preisen und Öffnungszeiten
  • Lage: Taj Mahal auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: jeden Tag mit Ausnahme Freitag jeweils 30 Minuten vor Sonnenaufgang bis 30 Minuten vor Sonnenuntergang
  • Eintrittspreise: INR 1100 200 für Mausoleum (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Der Ticketschalter sperrt normalerweise bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang auf. Es gibt (Stand Jänner 2019) zwei Schalter, einen für Karten- und einen für Barzahler. Man kann das Ticket aber auch bereits am Vorabend erwerben. Bei unserem Besuch waren bei den Barzahlern bereits einige Leute angestellt, währenddessen bei den Kartenzahlern so gut wie niemand war. Zusätzlich gibt es einen Rabatt in Form von INR 50 für Kartenzahler. Nur mit dem Mausoleum-Ticket kann man auf das Plateau raufgehen und auch ins Mausoleum selbst hinein, jedoch fanden wir das Mausoleum selbst nicht sonderlich spannend (viele Leute, warm, laut, Fotoverbot). Wenn man aber schon mal dort ist, kann man diesen Zusatzbeitrag auch noch investieren. Von der Plattform selbst kann man die Minarette erst in der vollen Größe bestaunen kann - und das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Hierzu wiederum schöne Einblicke sieht man im Video auf YouTube.

Agra Fort und Umgebung

Das Fort ist die zweite große Sehenswürdigkeit in Agra. Es ist eine Festung- und Palastanlage aus dem 16. Jahrhundert und auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Heute ist ein Teil öffentlich zugänglich und ein Teil wird militärisch genützt. Die gesamte Anlage ist mit einer 21 Meter hohen Mauer umgeben deren Umfang 2,4 Kilometer beträgt. Die zwei Haupttore, das Dehli-Tor und das Amar Singh-Tor gewähren Zutritt zum riesigen Gelände, wobei ersteres meist kürzere Öffnungszeiten hat und nicht immer geöffnet ist.

In näherer Umgebung und fußläufig entfernt vom Agra Forts befindet sich mit der Jama Masjid die größte Moschee in Agra, welche auch besucht werden kann – zumindest der Vorplatz. Viel spannender sind aber die umgebenden Marktstraßen. Wenn man bereits in Delhi war und einen Besuch in Old Delhi hinter sich hat, dann ist das hier ein Spaziergang. Falls nicht ist das ein guter Einstieg, um das indische Leben kennenzulernen und es geht dabei weit weniger chaotisch zu und um einiges weniger Verkehr verglichen mit Delhi. Unglaublich faszinierend fanden wir die mit Gold und Perlen bestickten Stoffe in allen möglichen Farben, hätten wir nicht unser Hochzeitsoutfit bereits im Koffer mitgehabt, wären wir dort wohl definitv fündig geworden. 😉

  • Webseite: Infos zu aktuellen Preisen und Öffnungszeiten
  • Lage: Agra Fort auf Google Maps
  • Öffnungszeiten: jeden Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
  • Eintrittspreise: INR 600 (Foreign tourist) mit Stand Jänner 2019

Tipp

Wenn man ein kleines Reisebudget und/oder wenig Zeit hat (bzw. im Red Fort in Delhi war/plant), kann man das Fort auch auslassen. Stattdessen ist es viel spannender die Gegend rund um die Jama Masjid zu erkunden. Um vom Hotel bzw. der Gegend vom Taj Mahal zum Agra Fort zu kommen stehen an jeder Ecke zahlreiche TucTuc-Fahrer bereit.

Empfehlungen für Übernachtungen

Für Unterkünfte in den drei Städten können wir folgende empfehlen:

Jaipur Haveli* in Jaipur befindet sich in einem alten seit Generationen in Familienbesitz befindlichen Gebäude in der Pink City von Jaipur. Die Kombination aus alter indischer Architektur und traditionell eingerichteten Zimmern hat uns sehr gut gefallen. Der Besitzer ist äußerst hilfreich und gibt gute Tipps zum Aufenthalt und organisierte einen englisch-sprechenden TucTuc-Fahrer für uns, der uns den ganzen Tag lang herumfuhr. Weiters wird nach Wunsch auch ein mehrgängiges selbst gekochtes Menü abends serviert, welches im Nachhinein gesehen das beste indische Essen auf der ganzen Reise war und für uns nach der langen Anreise (wir sind von Wien, über Delhi direkt bis nach Jaipur gereist) eine perfekte Möglichkeit zum Ankommen und zum Einstieg in das indische Abenteuer war. Auch war die große Dachterrasse eine willkommene Abwechslung im europäischen Winter dort bei angenehmen Temperaturen zu verweilen.

The Coral Court Homestay* in Agra befindet sich sehr nahe dem Osteingang des Taj Mahal. Man erreicht den Eingang in ca. 10-15 Minuten zu Fuss. Ebenfalls in der Nähe befinden sich gute Restaurants. Die Unterkunft selbst wird von einem Inder geführt, welcher perfekt deutsch spricht, da er früher deutschsprachige Touristengruppen geführt hat. Als Zimmer können wir die Suite empfehlen, welche sich im obersten Stockwerk direkt neben der Dachterrasse befindet. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Auch war das Abendessen sehr schmackhaft, wenn auch einzelne Komponenten davon etwas schärfer waren.

Sunstar Heritage* in New Dehli befindet sich im Stadteil Karol Bagh nahe der Metrostation. Für uns war es der perfekt Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen und die Hochzeit. Es ist ein klassisches Durchschnittshotel, jedoch mit einer schönen Dachterrasse mit Restaurant. Man sollte keine großen Ansprüche haben sonst ist man bestimmt enttäuscht. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals wiegt aber einiges auf. Jedenfalls würden wir ein Dreibettzimmer empfehlen, da diese die einzigen Zimmer mit einem Fenster (zur Straße) sind. Andere Zimmer haben entweder kein Fenster oder nur in einen Lichtschacht. Allenfalls können wir das Essen im Restaurant empfehlen. Dieses wird zwar nicht im Haus zubereitet und von einem Lieferservice bestellt, war aber jedesmal äußerst lecker.

Routenvorschlag

Unsere Route führte vom Flughafen in New Delhi direkt per Ola (was das ist siehe unten) nach Jaipur. In Jaipur verbrachten wir 2 Nächte – hatten allerdings wegen später Ankunft und Weiterfahrt nach Agra am frühen Nachmittag nur etwas mehr als 1,5 Tage de facto Zeit für Erkunden in Jaipur … wenn man zeitlich flexibel ist, würden wir noch eine weitere Nacht in Jaipur einplanen (hatten wir auch ursprünglich geplant, nur wurden wir recht kurzfristig bereits zur Sagan-Ceremony einen Tag früher eingeladen, weshalb wir unseren Aufenthalt in Jaipur leider kurzfristig gekürzt haben).

Wie bereits beschrieben blieben wir 2 Nächte in Agra, womit wir aber eher die Ausnahme waren. Kommt natürlich auf die jeweilige Ankunftszeit an, da wir erst am Abend ankamen, hatten wir wiederum nur 1 vollen Tag und einen Morgen, was unserer Ansicht nach ein optimales Zeitpensum war. Am späten Vormittag ging es für uns weiter nach New Delhi. In Delhi verbrachten wir 4 Nächte, was aber durch die doch recht zeitaufwändige Hochzeitszeremonien nicht neutral bewertet werden kann. Wir hatten gefühlt in Delhi am wenigsten Zeit im Vergleich zum Ausmaß, was es dort zu sehen gab, haben aber im Prinzip mehr oder weniger 2 volle Tage mit der Hochzeit, dem Ausschlafen nach der Party bis 6 Uhr morgens 😉 bzw. dem Besuch von Freunden verbracht.

Allgemeine Infos für die Anreise und den Transport vor Ort

Von Europa gibt es viele Direktflüge nach New Delhi. Wir sind sehr preiswert und auch recht kurzfristig mit Air India von Wien direkt nach New Delhi geflogen. Da wir nun bereits einige Airlines kennen, können wir denke ich gut einschätzen, wie sich Air India so im Vergleich schlägt und ich muss sagen, ganz gut. Das Service kann natürlich mit den Golf-Airlines oder den bekannten Airlines aus Asien nicht mithalten. Auch finden wir, dass dieses bei den europäischen und den amerikanischen Airlines um einiges besser ist, jedoch muss ich sagen, dass der Platz in der Economy einen Spitzenplatz im Ranking macht. Wir hatten noch bei keiner anderen Airline in der Economy soviel Platz – es hilft vermutlich auch, dass Air India moderne und sehr neue Boeing 787er einsetzt. An der Freundlichkeit des Boardpersonals muss noch etwas gearbeitet werden, aber im Großen und Ganzen gesehen können wir Air India nur empfehlen.

In Indien selbst bzw. im Golden Dreieck bieten sich für den Verkehr zwischen den Städten entweder der Zug, Busse oder private Taxis über Uber oder des indischen Dienstes Ola an. Von den Zügen haben wir nicht viel gutes gehört wie zB oft verspätet, überfüllt und dergleichen. Wir hätten es trotzdem gerne ausprobiert, haben uns dann aber auf Grund von zeitlichen Einschränkungen für Taxis über Ola entschieden. Dies hat jedesmal problemlos geklappt. Vorteil dabei ist auch man muss nicht mit dem Fahrer wegen des Preises verhandeln – der Preis wird vorab in der Ola-App angezeigt und kann wahlweise in Bar am Ende des Trips oder mit Kreditkarte bezahlt werden. Wir fühlten uns immer sicher und gut aufgehoben bei den Fahrten. Vom Preis her ist es für zwei Personen nur unwesentlich teurer als der Zug in einer höheren Klasse, aber weit bequemer durch das Hotel zu Hotel Service.

Mittlerweile wird auch von Uber ein Stadt-zu-Stadt-(Outstation)-Transfer angeboten. Dieser wurde erst kurz bevor wir in Indien waren begonnen, haben wir nicht probiert, da es mit Ola gut geklappt hat. Für die längeren Fahrten in Delhi haben wir größtenteils Uber verwendet, welches tagsüber perfekt geklappt hat. Freitags abends waren mehrere tausende Hochzeiten in Delhi und dementsprechender Verkehr. Aber nach 1 Stunde Wartezeit ist der Uber-Fahrer auch endlich angekommen, obwohl er laut App nur 10 Minuten entfernt war. Für kürzere Fahrten stehen jederzeit und überall eine Vielzahl an TucTuc-Fahrer zur Verfügung, welche mehr oder weniger aufdringlich nach Fahrgästen suchen.

Zusammenfassung

Das waren unsere Highlights im Goldenen Dreieck. Hinterlass uns doch einen Kommentar, hättest du noch gerne weitere Fragen beantwortet. Und um einen visuellen Einblick in das Treiben zu ergattern können wir unser Video wirklich sehr empfehlen. Außerdem würden wir uns über ein Like oder einen Kommentar auf YouTube freuen, wenn es uns gelungen ist, dich ins magische Indien mit Staunen oder Kopfschütteln zu entführen.

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Wir sind - von links nach rechts - Carina und Daniel. Das Reisen und das Fotografieren zählen zu unseren großen Leidenschaften.
Auf unserem Blog berichten wir von den beeindruckendsten Momenten und zeigen die schönsten Fotos. Zur Zeit ist unser Blog noch sehr überschaubar, darum trage dich doch in unserem Newsletter ein, damit wir dich (versprochen max. 1x pro Monat) über neue Posts informieren können.
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